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Unsere
Vertretung in Deutschland:
Falk & Thomas
Engineering
Teil 1 : Überblick über die Funktionsweise von
hiTRAN Turbulenzerzeugern
Teil 2 : hiTRAN Turbulatoren zur
Leistungssteigerung in Kondensatoren
Teil 3 : Wärmeübertragung und Ablagerungsbildung in Rohren mit
Turbulenzerzeugern
Teil 1 :
Überblick über die Funktionsweise von hiTRAN Turbulenzerzeugern
HiTRAN® Turbulatoren
haben sich bei vielen betrieblichen Problemen mit
Rohrbündelwärmeaustauschern als ideale Lösung erwiesen. Dieses
patentierte System bietet durch die Optimierung der
Wärmeaustauscherleistung die Möglichkeit der Erweiterung oder
Verbesserung der Produktion und der Reduzierung der betrieblichen
Kosten.
1. Funktion-Wirkungsweise
Eine Strömung durch glatte Rohre
ist für die Wärmeüberstragung nicht ideal. Reibung an der Rohrwand
und Scherkräfte begrenzen die radiale Bewegung der Flüssigkeit und
stellen eine thermisch uneffektive Grenzstromüng dar.
In Bild 1 wird deutlich wie die
laminare wandnahe Strömung (A), hier verdeutlicht durch die rote
Tinte, durch die Geometrie des HiTRAN® Turbulators (B)
aufgerissen wird.

Bild 1.
Turbulenzeintrag durch das HiTRAN® Element. (A) Unbeeinflußte
Grenzschichtströmung,
(B) Turbulenzeintrag durch den Turbulator.
Duch Fluidaustausch in radialer
Richtung wird Fluessigkeit von der Rohrwand kontinuierlich mit
Fluessigkeit aus der Rohrmitte vermischt.Dies führt in Folge der
erhoehten Turbulenz zu einem wesentlich höheren
Wärmeübergangskoeffizienten an der inneren Rohrwand. Der
Alphafaktor αf ist ein Mass für
die Verbesserung des rohrseitigen Wärmeübergangs durch den Einsatz
der HiTRAN® Elemente. Er ist definiert sich wie folgt:
αf = αi(HiTRAN®)
/ αi(Glattrohr)
und ist eine Funktion des
Fluidzustandes welcher durch die Reynoldszahl charakterisiert wird,
sowie der Packungsdichte des HiTRAN® Elements. In Bild 2 ist
dieser Verstärkungsfaktor dargestellt. Den ausgeprägtesten
Verstärkungseffekt, mit einem bis zu 20fach höheren Wärmeübergang
im Vergleich zum Glattrohr, erzielt man im Reynolds Bereich von
200 bis 2300. Für turbulente Stömungen ist jedoch immer noch eine
deutliche Verbesserung des rohrseitigen Wärmeübergangs zu
beobachten.

Bild 2:
Verstärkungsfaktor (alphafaktor) als Funktion der Reynolds-Zahl.
Die Grenzkurven des in Bild 2
dargestellten Performance Range wird durch HiTRAN® Turbulatoren
mit der geringsten (Kurve 2) und der höchsten (Kurve 1)
Packungsdichte gebildet. Packungsdichten zwischen den Grenzkurven
lassen sich kontinuierlich variieren und erlauben optimales Design
des Wärmetauschers.
Eine Erhöhung der Packungsdichten
führt bei konstanter Reynoldszahl zu einem höheren Wärmeübergang.
Allerdings muss auch ein höherer Widerstandsbeiwert CETA in Kauf
genommen werden. Durch Modifikation der Ganganzahl im
Wärmetauscher kann der rohrseitige Gesamtdruckverlust jedoch unter
dem eines Glattrohr-Wärmetauschers liegen. Grundsätzlich wird das
HiTRAN® Element so ausgewählt, das der gesammte zulässige
rohrseitige Druckverlust für eine Erhöhung des Wärmeübergangs
nutzbar gemacht wird.
2. Positive Effekte durch den Einbau von
HiTRAN® Turbulatoren
Für Anwendungen bei denen der
Hauptwärmewiderstand auf der Rohrseite liegt, ergibt sich durch
den Einsatz der HiTRAN® Elemente eine deutliche Reduzierung der
benötigten Austauschfläche. Stellfläche und Apparategewicht oft
entscheidende Faktoren bei der Auswahl geeigneter Apparate werden
gleichermassen verringert.
Aufgrund des nun höheren Wärmeduchgangskoeffizienten für den
Gesamtapparat wird für eine gewünschte Apparteleistung eine
wesentlich geringere treibende Temperaturdifferenz zwischen den
Prozessströmen benötigt. Hierduch ergeben sich kleinere
Temperaturdifferenzen zwischen Rohrinnenwand und
Fluidmitteltemperatur. Die Foulingneigung von
temperaturempfindlichen Fluiden an der Rohrwand wird unterdrückt.
Die Vermessung des Geschwindigkeitsfeldes im Rohr mittels LDV und
anderer optischer Verfahren zeigt eine deutlich erhöhte Turbulenz
im wandnahen Bereich (siehe auch Bild 1). Die Wandschubspannung,
ein Mass für die Unterdrückung von Schichtenwachstums bei Fouling,
steigert sich beträchtlich.
Verweilzeitmessungen belegen, das sich das Strömungsprofil mit dem
Einbau von HiTRAN® Elementen dem einer Pfropfenströmung anpasst (Siehe
Bild 3). Ein weiterer Indikator, daß es zu einer verstärkten
Durchmischung in radialer Richtung kommt. Die Verweilzeit des
Fluids an der Rohrwand wird dadurch beträchtlich verkürzt
A
B

Bild 3:
Typische Strömungs- und Temperaturprofile in einem Glattrohr (A)
und einem Rohr, bestückt mit HiTRAN® Elementen
Insgesammt ergibt sich eine
wesentlich gleichmässigere Flüssigkeitsverteilung im Rohr wie im
gesammten Rohrbündel.
Glattrohr Wärmeaustauscher weisen oft eine ungleichmässige
Flüssigkeitsverteilung bezüglich der einzelnen Rohrreihen auf.
Dieses kann zu lokalen Temperaturerhöhungen führen. CFD Rechnungen
zeigen, daß diese Ungleichverteilung eine Funktion des
Druckverlustes im Rohr ist. Als Faustregel gilt, daß eine Erhöhung
des Druckverlustes die Flüssigkeitsverteilung vergleichmäßigt. Da
HiTRAN® Elemente den zulässigen Druckverlust vollständig nutzen
ist im allgemeinen eine Vergleichmäßigung der
Flüssigkeitsverteilung im Rohrbündel festzustellen.
Werden Wärmetauscher ohne
Turbulatoren im Übergangsgebiet von laminar zu turbulent betrieben
so stellt sich oft aufgrund des diskontinuierlichen Verlaufs der
Wärmeübertragung ein instabiles Regelverhalten ein. Nach dem
Einbau von HiTRAN® Elementen ergibt sich ein kontinuierliches
Regelverhalten selbst im An- und Abfahrbetrieb. Im gesamten
Strömungsbereich von laminar zu turbulent weist der rohrseitige
Wärmeübergang eine proportionale Abhängigkeit von der Reynoldszahl
auf.
3. Hauptanwendungen
Wie in Bild 1 dargestellt ergeben
sich die größten Verbesserungen gegenüber dem Glattrohr, für
Rohrbündel-Wärmetauscher die im laminaren und Übergangsbereich
gefahren werden. Ölkühler sind ein klassisches Beispiel hierfür.
Verfahren bei denen das Prozeßfluid aufgrund großer
Temperaturdifferenzen zwischen Wand und Kern zum Fouling neigt,
stellen ebenfalls ein weiteres Anwendungsfeld dar.
Die Turbulatoren werden auch oft als tool zur Effizientssteigerung
oder „Debottlenecking“ von bestehenden Anlagen gewählt. Durch die
Bestückung der betroffenen Wärmetauschers kann deren Leistung um
ein vielfaches gesteigert werden.
Die bisherigen Ausführungen
beschränkten sich auf den Einsatz von HiTRAN® Turbulatoren für
einphasen Strömungen. Die Einbauten werden aber auch erfolgreich
in Zweiphasen-Systemen eingebaut.
Werden die Turbulatoren in
Vertikalrohr Kondensatoren mit Kondensation auf der Rohrinnenseite
eingesetzt, so lassen sich bis wiederum beträchtliche
Verbesserungen des Wärmeübergangs durch Turbulenzeintrag
feststellen. Besonders bei Mehrstoff -Gemisch Kondensatoren sowie
bei Kondensatoren mit Inertgasen, bei denen die Kondensation
zusätzlich durch den Stofftransportwiderstand an der Phasengrenze
kontrolliert wird, zeigt sich, das die Turbulatoren den Wärme- und
Stofftransport deutlich verbessern. Insbesondere dann, wenn
während der Kondensation latente Wärme aus der Gasphase zur
Kühlung abgeführt werden muß, kann der Flächenbedarf durch den
Einbau von HiTRAN® Turbulatoren oft mehr als halbiert werden.
Aufgrund des erhöhten Druckverlustes werden bei diesen Anwendungen
die Turbulatoren oft nicht über die gesammte Rohrlänge eingebaut.
Am Austritt des Kondensers ergeben sich aufgrund der geringen
Dampfgeschwindigkeiten, der Aufkonzentration von nicht
kondensierbaren Gasen und der größeren Kondensatfilmdicke die
stärksten Verbesserungen durch den Einsatz der HiTRAN® Inserts.
Für eine genaue Bewertung muß jedes Problem im Einzelnen überprüft
werden.
Bei der Verdampfung im Rohr lassen
sich verschiedene Bereiche des Wärmeübergangs unterscheiden. Bei
Naturumlaufverdampfern liegt die Flüssigkeit am Eintritt im
allgemeinen unterkühlt vor, durch den Einbau von HiTRAN® Elementen
läßt sich diese ungewollte Zone oft beträchtlich verkürzen.
Generell wird davon ausgegangen, das zur Berechnung des
Wärmeübergangs im Zweiphasengebiet die Anteile der
Zwangskonvektion und des Blasensiedens addiert werden. Falls die
Zwangskonvektion dominiert, so ist auch hier eine deutliche
Verbesserung des Wärmeübergangs durch den Einsatz von HiTRAN®
Elementen zu erwarten. Hydrodynamische Versuche deuten außerdem
daruf hin, daß sich auch das Regelverhalten von
Naturumlaufverdampfern durch den Einbau von Turbulatoren
wesentlich stabilisieren läßt. Schwankungen im Umwälzmassenstrom
durch Variation der Füllhöhe werden stark unterdrückt.
4. Abmessungen und Materialien
HiTRAN® Elemente werden in
Abmessungen von 4mm bis 150mm nach Kundenerfordernissen
hergestellt. Als Materialien kommen alle Metalle zur Anwendung.
Jeder Turbulator weist durch seine
frei wählbare Packungsdichte eine ihm eigene Wärmeübergangs- und
Druckverlust Charakteristik auf. Zur Bestimmung dieser
maßgeschneiderten Turbulator Geometrie kann das im folgenden kurz
vorgestellte Berechnungstool hiTRAN.SP benutzt werden.
5. hiTRAN.SP das Softwaretool zur Berechnung
von Wärmetauschern mit HiTRAN® Elementen.
(Siehe auch unter
Software)
Nach Ausfüllen einer
Antragsform
erhalten Sie kostenfrei von der Firma Calgavin ltd ein unter
Windows laufendes Berechnungsprogramm zur Auslegung von
Wärmetauschern mit HiTRAN® Turbulatoren.

Bild 4.:
Graphische Benutzeroberfläche von hitranSP zur Berechnung von
Wärmetauschern mit Turbulatoren
Mit der aktuellen Version 1.1.
lassen sich auschließlich Wärmetauscher für Einphasen Strömungen
berechnen.
Nach Eingabe von Geometrie, Prozess
und Stoffdaten läßt sich mit hilfe dieses Programmes der mittlere
rohrseitige Wärmeübergang berechnen. Randbedingung ist hierbei der
maximal erlaubte rohrseitige Druckverlust. Aufgrund dieser Vorgabe
wird ein Turbulator mit maximal möglicher Packungsdichte errechnet.
Dieses Berechnungstool stellt sicher, das die vorhandene
Strömungsenergy maximal in Turbulenz umgewandelt wird.
Das Berechnungstool HiTranSP
erlaubt den Fileimport von HTRI und HTFS Software der beiden am
weitesten verbreiteten Designprogramme zur Brechnung von
Wärmetechnischen Apparaten.
Teil 2 : hiTRAN Turbulatoren zur
Leistungssteigerung in Kondensatoren
Teil 3 : Wärmeübertragung und Ablagerungsbildung in Rohren mit
Turbulenzerzeugern
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